Spieler hoffen auf die Sommersaison 2021

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Tennisspieler sind manchmal eine etwas seltsame Spezies – sie rechnen in ihrem Sport
beispielsweise nicht in Kalenderjahren, sondern in Tennisjahren. Und ein Tennisjahr beginnt immer am 01. Oktober und endet am 30. September des Folgekalenderjahres. Das hängt natürlich direkt mit der Ausübung des Sports zusammen, denn mit dem Oktober beginnt die Winter- oder Hallensaison und ab April schließt sich die Freiplatz-Sommersaison an. Während die Wintersaison 2019/2020 noch fast ganz normal verlief und erst am Ende durch die ersten Corona-Maßnahmen beeinträchtigt wurde, hatten die diversen Beschränkungen dann starke Auswirkungen auf den Beginn der Medenrunde in der Sommersaison 2020. Gleichwohl konnte diese – aufgrund eines sich reduzierenden Pandemieverlaufs im Sommer – dann doch noch in einem eingeschränkten Umfang durchgeführt werden. Die aktuelle Winterrunde 2020/2021 konnte zwar noch begonnen werden, war dann aber durch die Entwicklung der Pandemie und die notwendigen verstärkten Maßnahmen dagegen, gleich auch schnell wieder beendet. Genauer gesagt, wurde die Winterrunde vom BTV bisher nur „ausgesetzt“, wenngleich aufgrund der Fortdauer der Maßnahmen natürlich berechtigte Zweifel bestehen, ob die Winterrunde noch fortgesetzt und zu einem Abschluss gebracht werden kann. Ausgesetzt wurden auch die Ranglisten- und die LK-Wertungen. Die verschiedenen Hallenturniere und -meisterschaften wurden von den Veranstaltern abgesagt.

Ihre Hoffnungen setzen die Tennisspieler daher auf einen baldigen und dauerhaften Erfolg der derzeitigen Corona-Maßnahmen und der angelaufenen Impfkampagne, damit zum Sommer hin Tennis wieder weitgehend möglich wird. Ungeachtet der Frage, ob tatsächlich schon der Start in die Freiplatzsaison Anfang April gelingen wird, bereiten sich die Vereine und der Verband aber wie gewohnt frühzeitig auf einen Beginn der Medenrunde Anfang Mai vor. Gerade sind in diesen Tagen die Gruppenzusammenstellungen für die Medenrunde Sommer 2021 veröffentlicht worden. Sportwart Bastian Rohr und die verschiedenen Mannschaftsführerinnen und -führer eruieren bereits die jeweiligen Aussichten für die kommenden Saison: Mit welchen Gegnern hat man es zu tun? Gibt es „alte Bekannte“? Welche Newcomer (Absteiger aus höheren Ligen oder Aufsteiger aus unteren Spielklassen) sind dabei? – Teilweise handelt es sich in diesem Jahr um eher kleine Gruppenstärken mit nur fünf oder sechs Mannschaften. Verschiedene Mannschaftsführer, die wie ihre Spieler derzeit unter akuten Tennis-Entzugserscheinungen leiden, sehen als begeisterte Wettspieler und Medenrundenteilnehmer daher mit Bedauern, dass eine kleine Gruppe mit weniger
Mannschaften weniger Spiele bedeutet. Andererseits könnte dies vielleicht auch einen Vorteil darstellen, falls nämlich Corona-bedingt die Medenrunde erst später beginnen könnte oder aufgrund einer negativen Entwicklung nochmals unterbrochen werden müsste. Dann nämlich böte die kleinere Gruppe eher die Möglichkeit, durch flexible Spielverlegungen und -terminierungen die Medenrunde gleichwohl doch noch vollständig durchführen und zu einem Abschluss bringen zu können.

Ab Mitte Februar müssen jetzt aber erst einmal die namentlichen Mannschaftsmeldungen erfolgen, bei denen sich Sportwart Rohr wieder eng mit seinen Mannschaftsführerinnen und -führern abstimmen wird.