„Novita“ begeistern

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Auch wenn der pensionierten Deutschlehrerin auf der Speisekarte des „Bella Capri“ vielleicht zuerst das Wort „Hänchenbrust“ oder ein falsch gesetztes Komma ins Auge fällt – am Ende des Abends ist das Urteil eindeutig: „Wunderbar! – Eine „1 mit Sternchen“!“ Das freut nicht nur Riccardo und Marion Vitali, die das „Bella Capri“ auf der Anlage des TC Ketsch seit mehr als 35 Jahren betreiben, sondern auch Chefkoch Massimo, der kreativ und engagiert am Herd immer wieder aufs Neue Außergewöhnliches zaubert. „Natürlich sind wir der klassischen italienischen Küche verpflichtet“, so Riccardo Vitali, „aber Küche muss täglich neu erfunden werden.“ Ein Beleg dafür sind die „Novita“, also neue Gerichte, die in einer eigenen Abteilung regelmäßig auf die Karte des „Bella Capri“ aufgenommen werden und die Gäste immer wieder überraschen und begeistern. Darüber hinaus warten auch auf der jeweils aktuellen Tagestafel saisonale Besonderheiten auf die Gäste. Und das gilt ebenso für die täglich wie wöchentlich wechselnden Mittagsmenüs im „Bella Capri“.

Das Pfingstwochenende ist gerade vorbei. Viele sagten sich: „Raus aus dem Home-Office und mit der Familie raus aus den eigenen vier Wänden!“ – Aber wohin? Nun, Ziele, sei es zum Radfahren, Wandern, … gibt es genug, doch während man früher das Ende der Tour nur grob plante oder dem Zufall überließ, ist Letzteres in den heutigen Corona-Zeiten keine gute Idee. – Eine Runde um den Anglersee und jetzt noch zu Riccardo? Nun, das ist derzeit nur möglich, wenn die Corona-Regeln eingehalten werden. Denn aktuell dürfen im Restaurant nur nachweislich bereits Doppelt-Geimpfte, Genesene oder offiziell Getestete bewirtet werden. Somit bedarf ein Restaurantbesuch oft größerer Vorplanung, was die Spontaneität deutlich einschränkt. Das gilt natürlich auch für die zahlreichen Tennisspieler, die ihr gespieltes Match gerne noch wie gewohnt auf die Terrasse des „Bella Capri“ Revue passieren lassen würden. Trotzdem – auch die gelockerten Beschränkungen werden schon als ein Schritt hin zu weiterer Normalität wahrgenommen. Und auch weiterhin gibt es natürlich das umfassende Außer-Haus-Angebot des „Bella Capri“, auch wenn dies mit dem Erlebnis eines Restaurantbesuchs – etwa an einem sich langsam neigenden sonnigen Frühlingsabend auf der Terrasse – nur bedingt mithalten kann. Riccardo Vitali hofft auf eine weitere positive Corona-Entwicklung und damit nach entbehrungsreicher Zeit auf eine Rückkehr zur Normalität.

Hier und da gibt es bereits wieder erste Tennisturniere; die Medenrunde könnte bald beginnen! – Während die Nervosität bei den Spielern steigt, gibt der erfahrene
Oberliga-H65-Mannschaftsführer Stefan Schöneck wichtige Tipps und Hilfestellungen. –
Foto: TC Ketsch

Die Mannschaftsspieler des TC Ketsch bereiten sich auf die Medenrunde vor, deren Start Anfang Juni aber noch immer nicht sicher ist. Und während der Trainings der Mannschaften sieht man regelmäßig auch den erfahrenen Oberliga-Herren 65-Mannschaftsführer Stefan Schöneck auf der Anlage, der hin und wieder „eingreift“ und aus seinem großen Erfahrungsschatz einzelnen Spielerinnen und Spielern Tipps gibt, wie sie ihr Spiel taktisch verbessern und Fehler vermeiden können.

Aber Fehler passieren – und auch auf der Speisekarte des „Bella Capri“ sind sie natürlich nicht beabsichtigt. Doch solange keine Fehler in der Küche passieren, ist – im wahrsten Sinne des Wortes – alles gut; sehr gut sogar! Und vielleicht wäre es – nicht nur für alle „Fehler-Sucher“, sondern auch die pensionierte Italienisch-Lehrerin und viele andere italienisch-sprachkundige Gäste – interessant, wenn auf entsprechende Anforderung auch eine „Original-Italienische-Speisekarte“ ausgeben würde?

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