Container stehen!

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So mancher Spaziergänger oder Hundehalter wird sich auf dem kleinen Weg im Bruch zwischen dem Gelände des MSC Ketsch und dem Anglersee schon gewundert haben, warum plötzlich auf dem Gelände des TC Ketsch auf der Rückseite der Ballwand drei Übersee-Container (20 ft) stehen. Dass sie zufällig dort abgestellt wurden, konnte sicher ausgeschlossen werden, denn die Örtlichkeit ist nur schwer zugänglich. Und so wurden die Container auch nicht über die Anlage des Tennisclubs an ihren Standort transportiert, sondern sozusagen „von hinten“ dort abgesetzt.

Einfach war dies nicht, denn es bedarf viel Geschick und Erfahrung, die Abladestelle mit einem großen LKW anzufahren und die Container inmitten der Bäume abzuladen. Kein Problem jedoch für den Mitarbeiter der Spezialfirma Detmers-Transporte, der bei seiner Millimeterarbeit von Orgawart Wolfgang Martin sowie Stefan Schöneck unterstützt wurde, der diesmal auf seine langjährigen beruflichen Erfahrungen als Techniker zurückgreifen konnte und somit ausnahmsweise einmal nicht als Oberliga-Herren 65-Mannschaftsführer gefragt war.

Millimeterarbeit mit schwerem Gerät: Das Einheben und Absetzen der
Container hinter der Ballwand auf der Anlage des Tennisclubs erforderte viel Geschick und Erfahrung. – Foto: TC Ketsch

Die Container dienen dazu, die verschiedenen Planen der Traglufthalle und weiteres Material sicher den Sommer über zu lagern. Seit dem Hallenabbau sind die Planen auf bzw. neben den Plätzen 1 und 2 abgestellt. Doch sobald alles endgültig vorbereitet ist, werden diese in die Container verräumt und die Plätze 1 und 2, die von den Platzwarten bereits entsprechend vorbereitet werden, können zum Tennisspiel freigegeben werden.

Dass die persönliche Leistungseinschätzung und die offizielle Klassifizierung voneinander
abweichen können, wurde in diesen Tagen wieder einmal deutlich: Die ambitionierten
Mannschaftsspieler warten sehnsüchtig auf den Beginn der Medenrunde, der Corona-bedingt bereits von Anfang Mai auf Anfang Juni verschoben worden war. Doch auch bis Ende Mai lag noch keine landesrechtliche Freigabe für Freizeitsport-Wettbewerbe vor, so dass (neben individuellem Freizeitsport unter engen Voraussetzungen) in Baden-Württemberg weiterhin allein der „Spitzensport“ wettkampfmäßig ausgeübt werden darf. Hierunter fallen z.B. Wettbewerbe mit Profisportlern und ausgewählten Kaderathleten der Verbände, nicht aber Mannschaftswettkämpfe wie in der Medenrunde, auch wenn die beteiligten Sportler dort stets ihr Bestes geben. – Der Beginn der Medenrunde muss daher jetzt erneut um einige Wochen auf Mitte/Ende Juni verschoben werden. Inzwischen gibt es aber zumindest ein Signal der Politik an die Sportverbände, dass wohl demnächst mit weiteren Öffnungen gerechnet werden könne. Ob die in Kürze erwartete neue Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg dann schon die notwendigen Voraussetzungen für den Beginn der Medenrunde schaffen wird, ist allerdings noch offen.

Und wenn die Tennisspielerinnen und -spieler in diesen Tagen bei immer sonnigerem Wetter nach einem leider recht kalten und nassen Mai gerade einmal nicht auf der Anlage des TC Ketsch ihrem geliebten Sport nachgehen, dann werden sicher viele von ihnen am Bildschirm die aktuell in Paris laufenden spannenden Spiele der French Open (Roland Garros, 24.05. – 13.06.) verfolgen.

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