Kein Doppel

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Das Doppelspiel im Tennis unterscheidet sich in vielen Punkten vom Einzel. – Da ist nicht nur das Spielfeld auf beiden Seiten links und rechts jeweils um 1,37 m breiter; vor allem die Taktik und die Raumaufteilung verändern sich und entscheidend ist die Abstimmung und das Zusammenspiel mit dem Partner. Das ist auch der Grund, weshalb zwei gute Einzelspieler noch lange kein gutes Doppel ergeben. „Ganz im Gegenteil“, weiß auch der bekannte Ketscher Oberliga Herren 65-Mannschaftsführer und erfahrene Doppel-Spezialist Stefan Schoeneck zu berichten. „Ein Spieler, der im Doppel so spielt, als sei dies ein Einzel, der nimmt damit seinen Mitspieler praktisch aus dem Spiel und kann die vielen Vorteile und spielerischen Möglichkeiten der Anwesenheit des Mitspielers gar nicht umsetzen und in das Spielkonzept einbauen.“ Dies dürfte mit eine Ursache dafür sein, weshalb auch im Profitennis die siegreichen Doppel vielfach nicht aus zwei entsprechend herausragenden Einzelspielern bestehen. Hinzu kommt, dass Doppelspieler auch aufeinander eingespielt sein müssen. Seien es taktische Varianten beim Aufschlag, die Abdeckung der Seitenlinie oder das gemeinsame Vorrücken ans Netz – bei einem gut eingespielten Doppel antizipiert jeder Spieler, was sein Mitspieler als nächstes tun wird.

Aber auch im weniger sportlich ambitionierten Freizeitbereich wird sehr gerne Doppel gespielt. Ein Grund ist dabei vielfach, dass der einzelne Spieler bei Freizeit-Doppeln weniger (und vor allem nicht so weit) laufen muss und die körperliche Belastung gegenüber einem Einzel daher deutlich geringer ist. – Aktuell, mit den Corona-bedingten Einschränkungen, wonach nur noch Einzel zulässig sind, wird das zu einem Problem für viele Freizeitspieler, die regelmäßig auch im Winter ihre festen Doppelspielzeiten haben, und jetzt nicht einfach auf Einzel umstellen können, da die Belastung für den Organismus oder die Gelenke vielleicht zu hoch wäre.

Breitensportwart Norbert Urbanek hofft auf einen Erfolg der Corona-Maßnahmen, damit Tennis-Amateur- und -Breitensport mit weniger Einschränkungen bald wieder möglich wird. – Foto: TC Ketsch

Sportwart Bastian Rohr weist darauf hin, dass die Ketscher Traglufthalle – im Vergleich zu anderen Hallen mit Teppich-, Tartan-. oder Kunstrasenböden – das relativ gelenkschonende Spielen auf Sand auch im Winter ermöglicht. „Zusammen mit unseren aktuellen Sonderangeboten stellt dies eine gute Gelegenheit dar, die derzeit gegebenen Möglichkeiten zum Tennisspiel zu nutzen; man muss schließlich auch sehen, dass viele Sportstätten ganz geschlossen sind und zahlreiche Sportarten aktuell überhaupt nicht mehr ausgeübt werden können“, so Rohr. Die Traglufthalle kann übrigens ganz einfach online über die Homepage des TC Ketsch gebucht werden.

Ungeachtet aller Corona-bedingter Einschränkungen und der vorläufigen Aussetzung der Winter-Hallenrunde im Wettspielbetrieb, muss sich Rohr nun auch schon wieder Gedanken um die bis Anfang Dezember vorzunehmende Meldung der Mannschaften des TC Ketsch für die Sommerrunde 2021 machen. Diese beginnt Anfang Mai – und natürlich hofft Rohr, dass sich die Pandemie-Lage dann nicht mehr auf den Mannschaftsspielbetrieb auswirkt. Jedenfalls wird der TC Ketsch auch in 2021 wieder mit einer Vielzahl von Mannschaften im Jugend-, Aktiven- und Seniorenbereich am Wettspielbetrieb teilnehmen. Gleiches gilt auch für die Hobby-Mannschaften.

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