Platzpflege zu Saisonbeginn

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In der letzten Woche wurde das äußerst wichtige Thema an dieser Stelle von Ehrenplatzwart Stefan Schöneck schon kurz angesprochen: Die richtige Platzpflege zu Saisonbeginn. Die im Frühjahr fachmännisch maschinell von der Firma Tennis Nohe überholten Sandplätze sind zu Beginn noch weich und müssen erst ihre für das Tennisspiel erforderliche Festigkeit erlangen. Und da sich viele Tennisspieler (ebenso aber auch Tennisspielerinnen) beim Anblick frisch präparierter Plätze einfach nicht zurückhalten können, haben die Platzwarte nur die Möglichkeit, die Plätze zu sperren. Doch wo genau liegt das Problem? Dazu Schöneck: „Ein Tennisplatz braucht zwei Dinge: Wasser und Sonne. – Wasser, damit sich das Ziegelmehl binden kann, und Sonne, damit sich diese Ziegelmehlschicht verfestigt. Und im Frühjahr ist das oftmals noch nicht in ausreichendem Maße gegeben; vor allem die Sonne fehlt und zudem sinken vielleicht nachts auch noch die Temperaturen bis an den Gefrierpunkt.“ Schöneck weiß auch, dass jeder Platz anders ist und dass es Plätze mit Problemstellen gibt – etwa weil diese schattiger liegen und weniger Sonne abbekommen oder aber der Unterbau des Platzes teilweise nicht mehr optimal ist. Sein umfängliches Wissen hat Schöneck natürlich auch an Henry Schulze und Siegfried Jung, die beiden Platzwarte „rot“ des TC Ketsch weitergegeben. Diese tragen aktuell die Hauptlast in dem „Wettkampf“ zwischen möglichst frühzeitiger Saisoneröffnung und notwendigem Schutz der Plätze. – Aber auch die Spieler können einiges dazu beitragen, dass die Plätze zeitig geöffnet werden können und keine Schäden entstehen. Dazu gehört etwa, dass man zu Saisonbeginn erst einmal mit Hallenschuhen (ohne Profil) oder zumindest mit alten Tennisschuhen, deren Profil bereits abgespielt ist, auf die Freiplätze geht. „Sandplatz-Tennisschuhe mit ihrem speziellen Rillen-Profil sind für harte Freiplätze gemacht“, erläutert Schöneck. „Ein Wettkampfspieler, der mit neuen Schuhen auf einem frischen Platz spielt, gräbt diesen praktisch um, das heißt, er zerstört die noch nicht ausgehärtete oberste Ziegelmehlschicht!“ In einem solchen Fall müssen die Platzwarte den Platz dann aufwändig reparieren und das bedeutet auch, dass der Platz erst einmal für einige Zeit gesperrt bleiben muss. Rücksichtnahme ist daher das Gebot der Stunde (bzw. der ersten Wochen der Freiplatz-Saison), auch im Interesse aller anderen Tennisspieler, die die Plätze nutzen wollen. Und wenn auch bei vorsichtigem Spiel einmal Schäden auftreten, sollten diese von den Spielern möglichst umgehend beseitigt werden. Aus diesem Grunde sind auf den Plätzen im Frühjahr immer sog. Scharrierhölzer zu finden, mit denen entstandene kleinere Unebenheiten recht schnell und einfach beseitigt werden können. Etwaige größere Schäden sollten am besten sofort telefonisch oder per eMail an die Platzwarte gemeldet werden, damit sich diese den Schaden ansehen und die erforderlichen Maßnahmen ergreifen können.

Dass Stefan Schöneck keine Auseinandersetzung mit Tennisspielern scheut, wenn er Nachlässigkeiten oder gar ein Fehlverhalten sieht, ist bekannt. Dass Schöneck deshalb nur noch mit Helm die Anlage betritt, ist aber wirklich nur ein Gerücht. – Foto: TC Ketsch

Vergnügungswartin Caroline Knapp, Breitensportwart Norbert Urbanek und ihr engagiertes Helferteam bereiten aktuell die Teilnahme am „Tag der Vereine“ (Sonntag, 24.03.2024, Rheinhalle Ketsch, 15:00 – 19:00 Uhr) vor, bei dem der TC Ketsch sein umfangreiches Vereinsangebot rund um den Tennissport (einschließlich Beach- und Padel-Tennis) präsentieren wird.

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