Spannende Matches zu später Stunde

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Für Mannschaftsführerin Dagmar Seeger und ihre Winter-Damen 40-Mannschaft startete die Wintersaison 2023/2024 aufgrund des Spielplans erst Mitte Januar 2024 mit dem ersten Spiel auswärts gegen SG Heidelberg, das leider mit 2:4 verloren ging. Ganz anders verlief das erste Heimspiel gegen Eberbach, das mit einem klaren 6:0-Erfolg endete. Mit gemischten Gefühlen traten die D40 jetzt am vergangenen Wochenende gegen Neckar-Ilvesheim an: Zum einen wurde in Ladenburg in der Tennishalle Pawlik auf ungewohntem Teppichboden gespielt (in der Ketscher Traglufthalle wird auch im Winter auf Sand gespielt), zum anderen hat Neckar-Ilvesheim schon von Beginn der Saison die Tabellenführung inne. Mit Ulla Ries-Nelson, Reinhild Gefrerer, Kosima Schöfl und Claire Gross-Hemmerich hatte Seeger für die Einzel die an diesem Spieltag bestmögliche Besetzung zusammengestellt. Ries-Nelson zählt jedoch zur Kategorie der „Tennis-Bärinnen“, also der Spielerinnen, die „Winterschlaf“ halten und in der Winterrunde praktisch kein Tennis spielen. Schon gegen Eberbach hatte sie sich bereiterklärt, gleichwohl im Doppel mitzuspielen; und in Ladenburg stellte sie sich im Einzel und im Doppel in den Dienst der Mannschaft. Ein hart umkämpftes 4:6, 4:6 im Einzel zeugt nicht nur von viel Kampfgeist, sondern lässt auch erahnen, was möglich wäre, wenn Ries-Nelson die Winter-Saison durchtrainieren und regelmäßig Wettkämpfe bestreiten würde. Wenig Chancen hatte Gefrerer gegen eine sehr starke und höchst ambitionierte Gegnerin; Gross-Hemmerich wurde mit 6:1, 6:3 ihrem vorauseilenden Ruf als sichere Punktelieferantin mehr als gerecht. Richtig spannend wurde es in der Halle an diesem Abend bei der Begegnung von Kosima Schöfl gegen Anke Lentini: Dabei hatte sich nicht nur Seeger gute Chancen für Schöfl ausgerechnet, die im ersten Satz jedoch 2:6 verlor. Schöfl besann sich auf ihre Stärken und drehte den zweiten Satz zu einem 7:5. Im anschließenden Match-Tie-Break gab es ein Wechselbad der Gefühle: Erst wehrte Schöfl sechs Matchbälle ab; danach konnte sie aber vier Match-Bälle nicht verwandeln – und am Ende gewann glücklich Lentini mit dem bemerkenswerten End-Ergebnis von 17:15. Das war nun leider keine gute Ausgangslage für die Doppel, denn nur mussten für ein Unentschieden beide Doppel gewonnen werden. Für die zeitlich verhinderte Gefrerer sprang Mannschaftsführerin Seeger dabei selbst ein. Zusammen mit Gross-Hemmerich holte sie einen 6:4, 6:2-Sieg. Neckar-Ilvesheim hatte insoweit jedoch den Schwerpunkt auf ihr stärkstes erstes Doppel gesetzt, dem Ries-Nelson und Schöfl heftige Gegenwehr leisteten. Den Sieg von Neckar-Ilvesheim (6:3, 6:1) konnten sie jedoch nicht verhindern, so dass Neckar-Ilvesheim am Ende mit 4:2 den Tagessieg holte (genauer gesagt war es ein Spät-Abend-Sieg, denn Mitternacht war zu diesem Zeitpunkt fast schon erreicht). – Für die Damen 40 stehen am kommenden Samstag, 02.03.2024, Heimspiel gegen Großsachsen, und am darauffolgenden 09.03.2024, auswärts gegen TSG 78 Heidelberg (Tennishalle Tröndle), die weiteren Spieltermine an, für die sich Seeger einiges vorgenommen hat. – Derweil erreichten die Ketscher Winter-Herren 2 am vergangenen Wochenende zuhause gegen Bammental ein 3:3-Unentschieden in der Besetzung mit Nikolai Reister, Björn Krupp, Fabian Schulze und Dominic Simon.

Zeigten gute Leistungen, auch wenn es am Ende nicht zum Sieg reichte: Die Damen 40 (v.li.) mit Ulla Ries-Nelson, Kosima Schöfl, Claire Gross-Hemmerich und Dagmar Seeger. (Es fehlt Reinhild Gefrerer). – Foto: TC Ketsch
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