
Seit Aschermittwoch regiert in den närrischen Regionen des Landes wieder das Trübsal. Und der Countdown bis zum 11.11.2026 hat für viele schon angefangen. Was da hilft? Versuchen wir es doch mit einer kleinen Retrospektive auf das Wirken unseres Tennisclubs bei der diesjährigen Fastnacht. Denn dieser Rückblick lohnt sich, versprochen!
Unter dem Motto „Ob Poker, Skat oder Tennis – wir haben das Ass auf der Hand“ inszenierte sich unser Verein als wandelndes Kartenspiel aus Assen. In mühevoller und monatelanger Klein- und Fleißarbeit vieler fleißiger Hände rund um die Organisatoren Caro und Wolfgang entstand ein kleiner, aber feiner Motivwagen und eine Kostümkulisse, die jedes andere Blatt sticht. Wow.
Die Vorarbeit bravourös gemeistert, lag es nun an den Mitgliedern des Clubs, das Motto mit Leben zu füllen und unseren TCK laut- und launestark auf den Straßen von Ketsch und Schwetzingen zu vertreten. Und diese Mission darf rückblickend zweifelsohne als „gelungen“ bezeichnet werden. Am Fastnachtssonntag, dem Heimspiel in den Straßen der Enderlegemeinde, versammelten sich am späten Vormittag knapp 80 Filzballfreunde zum stimmungsvollen „Ahoi“ im Bruch. Bei gereichten Kaltgetränken und dem Anlass entsprechender, musikalischer Untermalung trotzte das lebende Kartenspiel in Übergröße auch den durchaus frischen Temperaturen und fieberte dem Umzug entgegen. Und bevor das als Kritik an Petrus verstanden wird: Mitnichten! Der Regent über was Wetter meinte es durchaus gut mit der Kampagne des TCK, denn unsere beiden Einsatztage waren trocken und ab und an sogar von ein paar Sonnenstrahlen geküsst, während die Tage drumherum die Umzüge der Region im Dauerregen des deutschen Winters versanken.
Doch zurück: Der Umzug in Ketsch war als Heimspiel natürlich ein dankbarer Aufmarsch der guten Laune, bekannte Gesichter entlang der Zugstrecke, wohin man blickte – und so wird der ein oder andere Zugteilnehmer wohl auch noch nachts im Sekundentakt ein lautes „Ahoi“ im Schlaf intoniert haben. Der Lohn für diesen Einsatz? Unser TCK wurde als zweitbeste Fußgruppe des Umzugs ausgezeichnet – yeah!
Da tat es der guten Laune auch keinen Abbruch, dass unser treues Zugpferd, der Sitzrasenmäher des Clubs, nach zwei Dritteln der Strecke den Dienst einstelle und von da an das Gespann zurück in den Bruch geschoben werden musste.
Beseelt von diesem starken Heimauftritt ließ die närrische Meute den Tag dann im Bella Capri bei Kaltschale und schwingenden Tanzbeinen ausklingen. Inoffiziell war es die After Party des Umzugs, der eigentliche Grund war aber ein anderer: Mitglied Elli feierte unter Freunden zum zwölften Mal ihren 29. Geburtstag. Stark – und nochmal herzlichen Glückwunsch an dieser Stelle!
Dienstag dann, neuer Anlauf in deutlich reduzierter „Mannstärke“: Wir wissen nicht, ob die stark reduzierte Teilnehmerzahl auf schlecht ausbalancierte Work-Life-Balance oder Folgeschäden des Sonntags zurückzuführen ist, für unser Zugpferd indes ist die Analyse klar. Das hat sich am Sonntag überhoben und entschied spontan in der Schwetzinger Starkaufstellung, heute nicht vorneweg ziehen zu wollen. Doch wir wären nicht Asse unseres Fachs, wenn auch hierfür nicht mit ruhiger Rand Lösungen gefunden werden worden wären. Kurzerhand stellte Mitglied Dagmar P. ihren PKW mit Anhängerkupplung zur Verfügung. Zum eigenen Leidwesen ein Schaltwagen, der dann den TCK sicher und routiniert durch die Straßen Schwetzingens lotste, als hätte die Frau am Steuer nie was anderes gemacht hätte. Das sie allerdings mal im Schneckentempo im Auto über den Schlossplatz fährt und die Massen ihr zujubeln, dürfte wohl auch ein neues Gefühl sein, so meine Vermutung. Sicher indes: das linke Bein (Kupplung) und der rechte Arm (Schaltung) dürften gut trainiert worden sein an diesem Tag. Danke, Dagmar, starke Leistung!
Und so endete auch dieser Ausflug erfolgreich, und die Asse ließen dann den Tag in der Kleinstgemeinde neben Ketsch bei Speis und Trank ausklingen. Das war sie also, die Fastnacht 2026 für den TCK. Ein starkes Blatt, an das wir uns lange erinnern. Danke an alle, die das so möglich gemacht und mit Leben und Lachen gefüllt haben!
Ach, ganz vorbei war es dann wirklich am Aschermittwoch: mit der Bergung unseres streikenden Zugpferdes in Schwetzingen. TCK Ahoi – auf ein Neues in 2027!


















































