
Der Druck war groß, der auf Michael Schäfer lastete. Viel davon war aber auch selbst erzeugter Druck, denn Schäfer wollte am vergangenen Samstagabend in der Ketscher Traglufthalle gegen den TC Seckenheim natürlich sein bestes Tennis zeigen. Wann hat man als „einfacher Herren 55-Spieler in der untersten Spielklasse“ denn schon einmal Gelegenheit, mit den seit Jahren in höchsten Verbandsligen spielenden Herren 50 gemeinsam anzutreten? Nun, das ist in Ketsch in der Winterrunde hin und wieder möglich, wenn nämlich bei den „Winter-Herren 50“ die Spieler beider Mannschaften auf einer Meldeliste stehen. An diesem Spieltag vervollständigte Schäfer die Ketscher Mannschaft, die im Übrigen mit Armin Schmitt, Patrick Ney und Rainer Fössel antrat. „Eine solche Situation ist immer sehr schwierig“, erklärt der langjährige Oberligaspieler und Breitensportwart Norbert Urbanek. „Viele Spieler verkrampfen oder „überdrehen“ und können dann nicht einmal ihr übliches Leistungspotential auf dem Platz abrufen.“ Dass es hier für Schäfer, nachdem die erste Anspannung abgefallen war, ganz ausgezeichnet lief, schreibt Urbanek vor allem Armin Schmitt zu, der die Mannschaftsführung übernommen hatte. „Schmitt ist nicht nur selbst ein hervorragender Tennisspieler; er schafft es auch, Ruhe in eine Mannschaft zu bringen und den anderen Spielern Sicherheit und Vertrauen in ihre eigenen Stärken zu geben.“ Dass Schmitt dies an diesem Abend offenbar bestens gelungen ist, zeigt nicht zuletzt das klare 6:0-Ergebnis, mit dem Ketsch zugleich auch die Tabellenführung behauptet hat. Am kommenden Samstag steht ein Auswärtsspiel gegen Plankstadt auf dem Spielplan. An diesem Spieltag stehen einige der Herren 50-Spieler allerdings nicht zur Verfügung, da sie Vergnügungswartin Caroline Knapp bei der Vorbereitung und Durchführung der großen Saisonabschluss-Party im Clubhaus „Bella Capri“ (Samstag, 22.11.2025, ab 19:00 Uhr) helfen. „Ich kann die Hilfe der Jungs bei diesem Mega-Event mit DJ Wolle wirklich gut brauchen“, so Knapp. „Das Motto lautet übrigens „Ein Hoch auf die 90`s“ – und da sind sie ja sozusagen „echte Zeitzeugen“, merkt Knapp lachend an.

Orgawart Wolfgang Martin erinnert vorsorglich alle Mitglieder schon einmal an den bald anstehenden zweiten Arbeitseinsatz-Termin am Samstag, 29.11.2025, 10:00-15:00 Uhr.
