Hoffnung auf Tennis

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Beim Spaziergang am Rhein glaubte Urbanek plötzlich, von Ferne ein vertrautes „plopp-plopp“ zu hören. „Das kann doch gar nicht sein. Vermutlich eine Auswirkung der Tennis-Abstinenz seit nunmehr sechs Wochen“, war sich Urbanek sicher. Tatsache aber ist, dass seit dem 20.04.2020 in Rheinland-Pfalz die Corona-Regelungen etwas gelockert wurden und eine Einzel-Sportart wie Tennis damit grundsätzlich wieder möglich ist. – In Baden-Württemberg sind sämtliche Sportstätten weiterhin geschlossen, Urbanek hofft aber, dass es vielleicht ab dem 04. Mai dann auch hier zu Lockerungen kommen könnte und Tennis wieder möglich wird. „Unter welchen Bedingungen, sprich Einschränkungen, dies dann der Fall wäre und wie sich die Beschränkungen in der Praxis umsetzen lassen, wird man sehen müssen. Eine Öffnung der Tennisanlage wäre aber jedenfalls schon einmal ein Fortschritt in dieser Zeit. Und selbstverständlich muss auch sehr genau darauf geachtet werden, wie sich die Lockerungen hinsichtlich der Corona-Fallzahlen auswirken“, so Urbanek vorsichtig. „Sicher werden alle genau auf Rheinland-Pfalz schauen, aber sollte es dort nicht zu größeren Problemen aufgrund der Lockerungen kommen, spräche dies wiederum dafür,
auch in Baden-Württemberg zumindest bestimmte Sport- und Freizeitanlagen wieder zu öffnen.

Der Badische Tennisverband hat zwischenzeitlich die vorzeitig beendete Winterhallenrunde
2019/2020 mit abschließenden Wertungen der Spielgruppen abgeschlossen. Die Herren 30 um Mannschaftsführer Andreas Frosch konnten sich in ihrer ersten Wintersaison gleich souverän an die Tabellenspitze setzen. Die Herren verpassten leider ganz knapp den Klassenerhalt, werden aber in der nächsten Winterhallenrunde um dem Wiederaufstieg kämpfen.

Glaubte, von der anderen Rheinseite her das vertraute „plopp-plopp“ zu
hören: Breitensportwart Norbert Urbanek. – Foto: TC Ketsch

Die Medenrunde Sommer 2020 steht weiter in den Sternen. Geplant ist der Beginn ab dem 15.06.2020, doch niemand weiß heute, ob und unter welchen Umständen dies tatsächlich realisierbar sein wird. Verband und Vereine wissen um ihre Verantwortung für die Tennisspielerinnen und Tennisspieler. Und da man Tennis bis ins hohe Alter spielen kann und die sogenannten „Altersklassen“ im Wettspielbereich einen breiten Raum einnehmen, gibt es auf den Tennisplätzen viele Spieler, die aktuell sogenannten „Risikogruppen“ zugeordnet werden. – Die namentlichen Mannschaftsmeldungen sollen jetzt zusammen mit den entsprechend angepassten Spielplänen Anfang Mai veröffentlicht werden. Sportwart Bastian Rohr und die Mannschaftsführer der Wettkampfmannschaften des TC Ketsch verfolgen aufmerksam die Entwicklungen, damit man
entsprechend vorbereitet ist, falls es dann – hoffentlich – losgehen sollte.