„Halbe Halle“

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Dem einen oder anderen Abholer von Speisen im Restaurant „Bella Capri“ oder auch
Spaziergängern im Bruch, die an der Tennisanlage des TC Ketsch vorbei gehen, ist es vielleicht schon aufgefallen: Anders als sonst, scheint die Traglufthalle des TC Ketsch nicht vollständig ausgeleuchtet zu sein; und es stehen auch weniger Fahrzeuge auf dem Parkplatz.

Grund hierfür ist zum einen, dass Tennishallen zwar zu den wenigen Sportstätten gehören, die im Rahmen der aktuellen Corona-Maßnahmen noch nicht vollständig schließen mussten, dass aber derzeit nur noch auf einem Platz Tennis gespielt werden darf. Und andererseits dürfen auf diesem Platz dann nur Personen aus maximal zwei Haushalten spielen, so dass viele der im Winter regelmäßig spielenden Doppelrunden (deren Teilnehmer aus jeweils eigenen Haushalten kommen) entweder überhaupt nicht oder nur Einzel spielen können. Dass das Corona-Infektionsrisiko mit dem Bespielen aller Hallenplätze in relevanter Weise gesteigert würde, ist nicht nur für Samuel Kainhofer, den Geschäftsführer des Badischen Tennisverbandes, nicht nachvollziehbar, sondern auch für viele Tennisspieler. Und für den Hallenbetreiber sind damit erhebliche Nachteile verbunden, schließlich laufen die Kosten weiter, aber die mögliche Auslastung ist erheblich reduziert. Dabei darf nicht außer Acht gelassen werden, dass es auch Hallen mit drei (z.B. Hockenheim) oder gar vier Plätzen (Plankstadt) gibt, in denen derzeit nur ein einziger Platz genutzt werden darf. Ob der Sinn einer Regelung nachvollzogen werden kann, ist jedoch nicht entscheidend. Da die Regelungen nun einmal bestehen, sind sie von den Hallenbetreibern einzuhalten. Und daher wird in der Ketscher Traglufthalle nur noch auf einem Platz gespielt, und – wenn es sich nicht vielleicht gerade um zwei Ehepaare oder eine größere Familie handelt – meist nur mit zwei Spielern (was nun wiederum die reduzierte Anzahl von Fahrzeugen auf dem Parkplatz erklärt). Besonders bedauerlich ist dies für Spieler, die etwa aufgrund körperlicher Einschränkungen tatsächlich nur noch Doppel spielen wollen oder können und die nun ihren geliebten Tennissport überhaupt nicht mehr ausüben können. Insoweit bleibt nur zu hoffen, dass auch diese Zeit vorüber geht und bei einer veränderten Pandemie-Lage demnächst wieder die Doppelrunden wie gewohnt spielen können – und sie dann auch ihren Platz zur fest gebuchten Zeit zur Verfügung haben.

Aktuell symptomatisch für den Tennissport im Winter in Corona-Zeiten: Die Hälfte der Halle liegt im Dunkeln. In allen Tennishallen darf derzeit nur noch ein Platz bespielt werden. – Foto: TC Ketsch

Die aktuellen Beschränkungen sind natürlich auch für die laufende Winterhallenrunde
(Mannschaftswettkämpfe) ein Problem. Die Wettkämpfe wurden im November ausgesetzt, aber ob im Dezember wieder gespielt werden kann, ist höchst fraglich. Und dann kann vielleicht auch die gesamte Winterrunde nicht weiter durchgeführt werden. Die entsprechenden Maßnahmen der Politik stehen noch aus und anschließend kann der Verband erst entscheiden, ob und ggf. wie es mit der Winterrunde 2020/2021 weiter geht. – Ungeachtet dessen, sind die Planungen für die Medenrunde Sommer 2021 bereits in vollem Gange.

Aber: Corona hin oder her – eines ist so, wie immer im Herbst: Die Blätter fallen! Und daher hat Orga-Chef Wolfgang Martin (orgawart@tennisclub-ketsch.de) auch noch jede Menge „Blätter im Angebot“ – das heißt, dass die Mitglieder ihre Arbeitseinsätze leisten können, damit die Blätter von den Plätzen entfernt werden. Diese Arbeiten sind wichtig, damit frühzeitig im nächsten Jahr die Frühjahrsüberholung der Plätze durchgeführt werden kann.

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