
Für Breitensportwart Norbert Urbanek und „seine“ Breitensportler ist es in der Backfischfestwoche schon seit vielen Jahren eine Tradition: Nach dem Donnerstags-Training auf der Anlage des TC Ketsch geht es gemeinsam ins unmittelbar benachbarte Festzelt, um dort zu feiern und den Abend in netter Runde gemütlich ausklingen zu lassen. Als Urbanek im Vorfelde seinem Musikerfreund Clemens Dortelmann, dem erfahrenen langjährigen Tubisten des Musikvereins 1929 Ketsch, von dem geplanten Festzeltbesuch erzählte, meinte dieser nur: „Dann achte mal auf den Schlagzeuger!“ – Ganz nachvollziehen konnte Urbanek diesen Hinweis von Dortelmann in diesem Moment nicht. Aber als am Donnerstagabend die überregional bekannte Band Who2Ladies im Festzelt das Publikum mitriß, die Stimmung im Zelt zum Kochen brachte und das Ende kurz nach Mitternacht gefühlt viel zu früh da war, achtete Urbanek selbstverständlich genau auf den Schlagzeuger von Who2Ladies – und erkannte das musikalische Ausnahmetalent Julian Wittig. Diesen hatte er doch gerade erst am Dienstagnachmittag im Festzelt gehört – dort allerdings als Ansager und Solo-Posaunist des Musikvereins 1929 Ketsch, der unter der Leitung von Chef-Dirigent Arrius Wagner das Publikum bestens unterhielt. Und nur eine Woche davor, beim 29er Musikfest, bei dem Urbanek mit den TCK-Ladies und -Gentlemen und den Herren 60 regelmäßig zu Gast ist, hatte Wittig in seiner Eigenschaft als Vize-Dirigent des Musikvereins 1929 Ketsch die intensive Vorbereitung und die musikalische Gesamtleitung des musikalisch wieder einmal herausragenden „Wunschkonzerts“ am Montagabend mit zahlreichen Gesangssolisten übernommen.

Abgesehen von allen guten Tröpfchen, alkoholischen und natürlich auch nichtalkoholischen Getränken, gab es für Urbanek in diesem Jahr aber auch einen Wermutstropfen beim Besuch im Festzelt: „Früher traf man sich immer in der „Weinlaube“; ein beliebter Treffpunkt für zahlreiche Ketscher Vereine, ein Ort, an dem sich Jung und Alt begegneten und gemeinsam schöne Stunden verbrachten, und die ihre ganz eigene Atmosphäre hatte – bedingt durch ihre Gestaltung, die Lage am seitlichen Zeltrand mit Blick auf die Bühne und die Eigenbewirtschaftung durch die Angler hinter der Theke und Karl-Heinz im Service.“
Damit war die aktuelle Weinlaube – eher ein steriles Nebenzelt – leider in keiner Weise vergleichbar. Entsprechend leer war es dort auch und die Breitensportler sicherten sich die Plätze vor der Bühne. Aber Urbanek denkt stets positiv und den Blick nach vorn gerichtet: „Ebenso, wie im Breitensporttraining unser DTB-C-Trainer (Leistungssport) Udo Vulpes alle Fehler der Spielerinnen und Spieler erkennt und korrigiert, so wird auch der neue Festwirt, der stets vor Ort war und alles genauestens mitbekommen hat, sicher im nächsten Jahr für die notwendigen Veränderungen sorgen.“ Und für etwaige Nachfragen stünde auch Urbanek, der aus früheren Backfischfestzeiten sogar noch die berüchtigte Haifisch-Bar hinter der Bühne und andere Details kennt, jederzeit gerne zur Verfügung.
Am Ende des Abends waren sich jedenfalls alle einig: Im Festzelt und mit Who2Ladies war das wieder einmal ein rundum gelungener und geselliger Abend beim Ketscher Backfischfest. Eine schöne Tradition der Breitensportler, die auch im nächsten Jahr ihre Fortsetzung finden wird.
