Geschafft!

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Die Erleichterung war den Verantwortlichen des TC Ketsch nach dem erfolgreichen Abbau der Traglufthalle am vergangenen Samstag ebenso anzumerken, wie die Anspannung in der Zeit davor. Generalstabsmäßig geplant wurde der Termin von dem 1. Vorsitzenden Jürgen Hoffmann, Orga-Chef Wolfgang Martin und ihren Vorstandskollegen. Ganz wesentlich war dabei natürlich auch die enge Abstimmung mit dem Ordnungsamt der Gemeinde Ketsch, damit in diesen Corona-Zeiten ein Abbau der Traglufthalle, der nur mit zahlreichen Helfern möglich ist, überhaupt durchgeführt werden konnte. Sämtliche Helfer mussten am frühen Morgen, ungeachtet etwaiger bereits vorliegender aktueller Testergebnisse, erst einmal einen Corona-Schnelltest machen, der keine Auffälligkeiten zeigen durfte. „Hätte es einen Verdachtsfall gegeben, wäre die gesamte Aktion sofort abgebrochen worden“, so Hoffmann. „Wir sind als Tennisclub natürlich daran interessiert, dass die Halle abgebaut werden kann, aber die Gesundheit unserer Mitglieder und Helfer geht ganz klar vor. Mit klaren Regeln und einem umfangreichen Testkonzept konnten wir die Grundlage dafür schaffen, dass das Ordnungsamt dem geplanten Abbau überhaupt zustimmen konnte. Wir sind alle froh, dass es rückblickend betrachtet so problemlos geklappt hat und sich die Planung und die vorgesehenen Maßnahmen bewährt haben.“ Die Planen der Traglufthalle überspannen zwei Tennisplätze, die zusammen eine Fläche von über 1.200 Quadratmetern haben. Und wenn man weiß, dass eine einzige Außenplane ein Gewicht von ca. 1,7 Tonnen hat, dann wird schnell klar, dass so ein Abbau nicht von 2 – 3 Arbeitern bewerkstelligt werden kann. Für die notwendige fachliche Leitung des Abbaus war wieder ein Mitarbeiter der Herstellerfirma vor Ort. „Diese Expertise ist auch zwingend erforderlich“, so der Oberliga Herren 65-Mannschaftsführer Stefan Schöneck, der in den vergangenen Jahren schon viele Auf- und Abbauten der Traglufthalle mit begleitet hat. „Eine Traglufthalle ist eben kein Zwei-Mann-Zelt! Und vor allem können etwaige Fehler bei der Größe und dem Gewicht der Folien nicht einfach korrigiert werden.“ Gefreut haben sich die Verantwortlichen und die Helfer über das sonnige und vor allem trockene Wetter am Samstag, das für diese Aktion nicht besser hätte sein können.

Testen! Testen! Testen! – Der 1. Vorsitzende Jürgen Hoffmann (mit Mütze) erläutert den Teilnehmern detailliert den richtigen Umgang mit den Testsets. – Foto: Tennisclub Ketsch

Seit dem vergangenen Freitag sind jetzt auch die namentlichen Mannschaftsmeldungen veröffentlicht, so dass die Spieler und Mannschaftsführer abschätzen können, in welcher Besetzung ihre Gegner in der Medenrunde voraussichtlich antreten können. Nach aktueller Planung des Badischen Tennis Verbands soll die Medenrunde Anfang Juni starten. Aber ob dies tatsächlich möglich sein wird, hängt natürlich entscheidend von der weiteren Entwicklung in Sachen Corona ab. „Zu einer richtigen Medenrunde gehören sportlich die Doppel, die oft den Wettkampf entscheiden“, so Schöneck. „Derzeit aber ist ein Doppelspiel noch nicht möglich. Und rechtzeitig vor der Medenrunde sollten wir die Doppel dann auch trainieren können. – Zudem ist das gesellige Element wichtig, doch Stand heute wäre das gemeinsame Essen nach dem Wettkampf nicht zulässig, da die Gastronomie geschlossen ist.“ Schöneck jedenfalls hofft weiter, dass die Medenrunde wie geplant durchgeführt werden kann.

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