Auf die Plätze …, fertig …, !

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Was der eine oder andere vielleicht noch „aus unvordenklichen Zeiten“ von den Bundes- jugendspielen kennt, das wurde nun wahr: Es ging tatsächlich los! – Nun, zwar nicht auf der Tartanbahn aus dem Startblock, dafür aber auf den Tennisplätzen der Region. Trotz Corona und derzeit leider hoher Inzidenz-Zahlen im Rhein-Neckar-Kreis, konnte die Tennis-Freiplatzsaison beginnen. Das ist nur möglich, da Tennis eine der wenigen Sportarten ist, bei denen grds. viel Abstand zwischen den Spielern herrscht. Daher gab es selbstverständlich auch kein „Eröffnungs-Event“ oder ähnliches, wie es Breitensportwart Norbert Urbanek sonst natürlich gerne durchgeführt hätte. „Freuen wir uns, dass Tennisspielen überhaupt in diesen Zeiten möglich ist“, so Urbanek. Dabei ist selbst das Doppelspiel derzeit noch nicht möglich. Urbanek verspricht aber auch: „Feiern können wir immer noch später, wenn es wieder risikolos möglich ist – wir hoffen, dass es im Laufe des Jahres soweit sein wird. Jedes ausgefallene Event wird nachgeholt!“ Nun, das könnte für den einen oder anderen Spieler noch anstrengend werden, doch Urbanek ist sich sicher: „Alle wollen endlich wieder spielen und werden mit dabei sein.“ – Dass Urbanek damit wohl genau richtig liegt, zeigt allein schon die Resonanz auf die Öffnung der Plätze. Für die Tennisspieler war es teilweise gar nicht so einfach, überhaupt einen Platz zu den von ihnen gewünschten Zeiten zu buchen. Buchen müssen die Spieler die Plätze, denn eine Corona-konforme Dokumentation der Kontakte muss gewährleistet werden. Neben vielen glücklichen Gesichtern waren auf der Anlage des TC Ketsch aber auch einige besorgte Tennisspieler zu sehen – was aber wohl eher die eigene Leistungsfähigkeit betraf. „Wenn man die Corona- und Winter-Zeit über nichts macht, dann kann man eben im Frühjahr nicht auf dem Stand vom Herbst des Vorjahres weiterspielen“, so der Oberliga-Herren 65-Spieler Urbanek recht direkt. „Gerade nach einer (auch unfreiwilligen) Auszeit braucht es ein klares Trainingskonzept, um den früheren Leistungsstand wieder zu erreichen. In dieser Situation sollte sich ein Tennisspieler auch überlegen, vielleicht einmal professionelle Unterstützung durch unser Trainerteam um Koko Perkovic in Anspruch zu nehmen. Das kann zu deutlich schnelleren Fortschritten führen.“

Nach der ausgefallenen Wintersaison hofft Sportwart Bastian Rohr, dass die Mannschaftsspieler die Zeit bis zum Beginn der nach hinten verlegten Medenrunde 2021 Anfang Juni intensiv nutzen können. – Foto: TC Ketsch

Sportwart Bastian Rohr hat auch schon mit seinen Mannschaftsführern und Spielern gesprochen: „Spätestens wenn es nach aktueller Planung Anfang Juni mit der Medenrunde los geht, müssen alle top-fit sein! Schließlich wollen mehrere Mannschaften des TC Ketsch um den Aufstieg mitspielen.“ Als Hallen-Verantwortlicher freut sich Rohr, dass bereits viele Abonnenten dem Beispiel von Jürgen Dörr gefolgt sind, der seinen Erstattungsbetrag aus dem Winter-Abo dem Verein gespendet hat. „Herzlichen Dank allen, die den Verein in dieser schweren Zeit unterstützen“. Der 1. Vorsitzende Jürgen Hoffmann schließt sich dem Dank Rohrs an. Zugleich verweist er darauf, dass die langfristigen Ziele des TC Ketsch nicht aus den Augen verloren werden dürfen: „Die Corona-Pandemie ist eine besondere Situation, der wir gerecht werden müssen. Wir dürfen jedoch die mittel- und langfristigen Projekte nicht aus dem Blick geraten lassen. Daher verfolgen wir die Planungen für den Padel- und den Beachtennisplatz mit Nachdruck weiter.“

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