
„Longevity“ ist der Trend der Zeit, und Alter nur mehr eine Zahl. Glaubt Ihr nicht? Dann lasst Euch eines Besseren belehren: Die Spielerinnen und Spieler unseres Vereins Baujahr 1985 und älter haben in den 90ern nicht nur live den Untergang der Titanic und die Wiedergeburt der Dinosaurier erlebt, sondern vor allem einen (fast) makellosen Tennissommer hinter sich. Von wegen „mit Ü40 setzen langsam die Wehwechen ein und die Kinder rauben einem den so dringend benötigten Schlaf“ – im TC Ketsch läuft man ab 40 erst zur Höchstform auf.
Die Damen 40-1 beendeten ihre Saison in der 2. Bezirksliga mit fünf Siegen aus sechs Spielen auf Platz zwei – punktgleich mit dem Tabellenersten und nur denkbar knapp am Aufstieg vorbeigeschrammt. Dennoch, ganz stark!
Doch es geht noch besser: Das neu gegründete Thekenteam der Herren 40-2 um Sportwart Bastian Rohr rasierte in der 2. Bezirksklasse mit Bombardino und tennistaktischer Finesse das Feld: zwei 9:0-Siege, drei 8:1-Siege und 47 Flaschen alkoholisiertes Eiweiß sind die Bilanz der Premierensaison, die mit dem allerdings auch erwarteten Aufstieg gekrönt wurde. Chapeau, die Herren!
Und wer meint, das ist nicht zu toppen, der irrt gewaltig. Denn die Herren 40-1 um Mannschaftsführer Patrick Rubelt – also die Herren, die den Ball zumindest häufig im Sweet Spot treffen – haben außergewöhnliches auf die Beine gestellt. In der Oberliga hängen die Früchte traditionell nicht allzu tief, doch die Punktehamster aus dem Bruch zauberten eine Bilderbuchsaison auf die rote Asche Badens mit fünf Kantersiegen aus sechs Spielen.Der Lohn für diese Leistung? Platz 1 in der Endabrechnung vor der Tennisgroßmacht Bischweier (Bischweiler auf Google Maps) und der Aufstieg aus der Oberliga in die – Achtung, wer Höhenangst hat, hält sich jetzt fest – Badenliga! Wahnsinn. Unfassbar.
Darauf kommt „Kimmich absolut net klar!“.
Und das war’s jetzt? Aufhören, wenn’s am schönsten ist? Denkbar, aber ganz im Stile des legendären Steve Jobs haben wir da noch „one more thing“. Einen kleinen, weißen Hasen im Zylinder. Ein Betthupferl zum Schluss dieser Saison. Die Kirsche auf der Sahnetorte.
Genug der Wortspiele, lassen wir die Katze aus dem Sack: Die vereinten Kräfte der Damen und Herren über 40 vergoldeten den Spätsommer in einer an Spannung kaum zu überbietenden Mixed-Runde.
Denkwürdige Niederlagen, engste Spieltage und eine erst am letzten Spieltag zuhause gegen Schwetzingen eingefahrene Bezirksmeisterschaft sind das finale Zeugnis der Potenz von Körper und Geist einer Altersklasse, die den Widrigkeiten des Älterwerdens mit dem Tennissommer ihres Lebens trotzte.
Oder wie eingangs schon erwähnt: 40 ist das neue 20!
Glückwunsch an alle Ladies & Gentlemen „Ü40“ zu dieser Saison!
